Aus den Kindergartenkindern aus Příbram werden Kobolde

 

Die Stadt Příbram ist eine alte Bergbaustadt, deren Bergbau – vor allem in den Březové Hory – bereits vor Hunderten von Jahren begann. An diese Geschichte können wir uns bei den Bergbaufesten vom 12. bis 14. Juni erinnern.

 

In der ersten Junihälfte finden in Příbram die Bergbaufeste statt, die mit dem 30. Treffen der Bergbaustädte und -gemeinden der Tschechischen Republik und dem 19. Europäischen Tag der Bergleute und Hüttenarbeiter verbunden sind. An den von der Stadt organisierten Feierlichkeiten beteiligen sich auch ihre eingetragene Organisationen, die Zunft der Příbramer Bergleute und Hüttenarbeiter, das Bergbaumuseum Příbram sowie die Schulen und Vereine von Příbram. Wir können uns, genau wie bei den Feierlichkeiten vor zehn Jahren, auf die „Permoníčky“ freuen, in die sich die Kinder der Příbramer Kindergärten verwandeln. 

„An der Organisation der Veranstaltung, zu der wir mehr als tausend Mitglieder von Bergbau- und Hüttenvereinen nicht nur aus der Tschechischen Republik erwarten, beteiligen sich auch die Schulen in Příbram auf allen Ebenen. Während die Schüler der Sekundarstufe Mitglieder des Organisationsteams sein werden, werden die Kinder aus den Příbramer Kindergärten Bastelarbeiten anfertigen und ebenfalls in Permoníček-Kostümen an den festlichen Umzügen teilnehmen, genau wie vor zehn Jahren bei den Feierlichkeiten zum 800. Jahrestag der ersten schriftlichen Erwähnung. „In diesem Jahr wird sowohl in den genannten Kindergärten als auch in den Grundschulen mehr über die Bergbaugeschichte der Stadt gesprochen werden, sagt Bürgermeister Jan Konvalinka

Es sei daran erinnert, dass die erste schriftliche Erwähnung des Bergbaus in Březové Hory bereits aus dem Jahr 1311 stammt. Im Jahr 1875 wurde im Bergwerk „Vojtěch“ zum ersten Mal weltweit der Weltrekord einer vertikalen Tiefe von 1.000 Metern im Schacht unter Verwendung eines einzigen Förderseils erreicht.

Ende des 19. Jahrhunderts, im Jahr 1892, brach im Bergwerk „Marie“ ein Brand aus, bei dem 319 Bergleute ums Leben kamen – eine Katastrophe, die das größte Bergbauunglück jener Zeit weltweit darstellte und zur Einführung grundlegender Sicherheitsmaßnahmen führte. Der Abbau von Silber- und Bleierzen wurde 1978 eingestellt. Die größte Silbermenge wurde im Jahr 1898 gefördert, nämlich 39,5 Tonnen. Der Silberabbau im Bergwerk Příbram in den 1880er und 1890er Jahren machte etwa 60–80 % der gesamten österreichisch-ungarischen Produktion aus. Beim Bleibergbau handelte es sich um 30–35 % der Vorkommen der Monarchie.

Neben dem Abbau der genannten Erze ist Příbram auch für den Uranabbau bekannt, der im Raum Příbram in den Jahren 1949–1991 stattfand. 

 

Eva Švehlová, DiS.
, Pressesprecherin
eva.svehlova@pribram.eu
Stadt Příbram, Tyršova 108, 261 19, Příbram I
Tel.: 318 402 240
Mobil: 778 533 946 

Offizielle Facebook-Seite der Stadt Příbram: https://www.facebook.com/mestskyuradpribram 

 

Příbramští permoníčci

 

Veröffentlicht: 27. Februar 2026

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