Bergbaumuseum

 

Das Bergbaumuseum in Příbram, heute eine Einrichtung der Region Mittelböhmen, wurde 1886 gegründet.

Gemessen an der Fläche des Geländes und der Anzahl der Ausstellungen ist es das größte Bergbaumuseum in der Tschechischen Republik. Im Jahr 2004 bietet es 35 Dauerausstellungen, die in den historischen Gebäuden der Bergwerke Ševčinský, Anenský, Vojtěšský- und Drkolnovský-Bergwerk in Příbram, im Gebäude der Münzstätte in Nový Knín, im Museum für ländliche Bauweise des mittleren Vltava-Tals in Vysoký Chlumec sowie in der Gedenkstätte Vojna – einer ehemaligen Haftanstalt aus der Zeit der kommunistischen Diktatur – untergebracht sind. Der Förderturm des Ševčinský-Bergwerks aus dem Jahr 1879 wird als mögliches Kandidat für die Aufnahme in die UNESCO-Liste des technischen Kulturerbes gehandelt. Das Museum ist dafür bekannt, dass seine Besucher auch in die historischen Untertageanlagen der hiesigen Silberbergwerke hinabsteigen können.

Die einzelnen Ausstellungen in Příbram – Březové Hory präsentieren der Öffentlichkeit die Geschichte des hiesigen Bergbaus und der Hüttenwirtschaft von der Urzeit (Keltenzeit) bis zur Gegenwart, vermitteln Einblicke in die Bergbaukultur und bieten gleichzeitig einen Überblick über einzigartige mineralogisch-geologischen Proben aus dem Silbererzgebiet von Březové Hory, dem Uranvorkommen von Příbram und dem Eisenbergbaugebiet von Podbrdy.

Zu den wertvollsten Exponaten zählen staatlich geschützte technische Denkmäler – die Dampffördermaschine des Vojtěš-Schachts aus dem Jahr 1889, die Dampffördermaschine des Bergwerks „Anna“ aus dem Jahr 1914, der Bergbaukompressor aus dem Bergwerk „Generál Štefánik“ aus dem Jahr 1928 und das Wasserrad des Bergwerks Drkolnov aus dem 19. Jahrhundert, ein Bergbaudenkmal von internationaler Bedeutung. Die Besichtigung aller Ausstellungen dauert 3 Stunden, es ist jedoch auch möglich, einzelne Ausstellungsbereiche auszuwählen. Zu den größten Attraktionen gehört die Möglichkeit, in den Untergrund hinabzusteigen und mit dem Grubenbahnzug durch den 260 m langen Prokop-Stollen bis zur Mündung des tiefsten Schachts im Erzgebiet von Březohory – der Prokop-Schacht aus dem Jahr 1832, der 1.600 m tief ist und gleichzeitig zu den tiefsten in Mitteleuropa zählt.

Außerdem kann man unter Tage den 330 m langen Anna-Wasserstollen aus dem 18. Jahrhundert zwischen den Bergwerken Anna und Vojtěch durchqueren. Auf der Halde des Ševčinský-Schachts präsentiert das Museum eine Ausstellung über die Bergbautechnik der Uran- und Erzbergwerke von Příbram, die von der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute zum Einsatz kam.

Die neueste Attraktion ist die Besichtigung eines Wasserrades im Untertagebereich des Bergwerks Drkolnov aus dem 19. Jahrhundert.

Für Geologen (sowohl Amateure als auch Profis) organisiert das Museum auf seinem Gelände auf der Halde des Ševčinská-Schachts das Sammeln von mineralogisch-geologischen Proben (gegen Entgelt).

Adresse: náměstí H. Kličky 293, Příbram VI-Březové Hory, Tel. 318 626 307, 318 622 566, 318 626 675, Fax 318 622 566

http://www.muzeum-pribram.cz

 

Aktualisiert: 31. 5. 2026 v 22:03:08

FacebookYoutube